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Puten

Ursprung:
Puten werden vor allem zur Produktion von besonders kalorien- und fettarmem Fleisch gehalten. Bei Puten handelt es sich um die domestizierte Form der Truthühner, deren ursprüngliche Heimat Nord- und Mittelamerika ist. In der Wildform sind sie Steppenvögel und können schnell und ausdauernd laufen.

Verhalten:
Ähnlich wie bei Hühnern gehört das Scharren und Picken sowie eine ausgeprägte Gefiederpflege (u. a. mittels Staubbaden) neben ihrem Ruhebedürfnis (hierzu fliegen sie wie Hühner gerne auf Bäume) zu den typischen Verhaltensweisen. Puten sind weitsichtig und haben im Nahbereich Orientierungsschwierigkeiten. Aufgrund ihrer starren Verhaltensmuster geraten sie leicht in Panik.

Aktuelle Nutzungs-/Haltungsbedingungen:
Die gegenwärtig zur Fleischproduktion gehaltenen Tiere sind „Masthybriden“, also Tiere, deren Eltern eine gute Masttauglichkeit vererben. Merkmale hierfür sind u. a. schnelles Wachstum bei guter Futterverwertung und gutem Fleischansatz, wobei die Brustmuskulatur besonders ausgeprägt ist. Die jahrzehntelange Selektion auf Masttauglichkeit kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Da das Knochenwachstum nicht mit dem Muskelwachstum insbesondere an Brust und Beinen Schritt halten kann, kann es z. B. zu Verformungen des Skeletts kommen.

Ebenso wie andere Tiere reagieren Puten mit Verhaltensstörungen, wenn sie nicht ihr arttypisches Verhalten ausüben können. Daher ist auch in der Putenhaltung das routinemäßige Kupieren des Schnabels üblich, um Verletzungen oder Kannibalismus zu unterbinden.

Themen des Tierschutzplans Niedersachsen:
Konkret beinhaltet der Tierschutzplan Niedersachsen für die Putenhaltung folgende Ziele:

NOTIZEN

Im Jahr 2013 gab es einen Bestand von
6,424 Millionen Puten in Niedersachsen!